Warum ich meine Meinung über Unkraut im Gemüsebeet geändert habe

Im Gemüsebeet wächst Unkraut zwischen Feldsalat und anderem Gemüse.

Früher habe ich im Gemüsegarten alles wachsen lassen, was essbar ist, auch Wildkräuter. Deshalb habe ich bei “Unkraut” zwischen dem Gemüse kaum eingegriffen. Heute weiß ich: Die Natur überrollt einen schneller als ein Bär auf einen Baum klettern kann. Doch habe ich einen Weg gefunden, damit Wildkräuter und Gemüse im Hochbeet in friedlicher Koexistenz leben können. Und das hat mich zu einer besseren Gemüseanbauerin gemacht.

So habe ich früher über Wildkräuter im Gemüsegarten gedacht

Manches Unkraut – und damit meine ich essbare Wildkräuter – wächst bei uns wo am besten? Im Gemüsebeet! An anderen Stellen im Garten gefällt es vielen essbaren Wildpflanzen bei weitem nicht so gut oder seit einigen Jahren gar nicht mehr.

Was lag also näher, als Unkraut zwischen den Gemüsen nicht zu jäten sondern zu nutzen? Denn essbare Wildkräuter sind nährstoffreich.

Sie sind zum Teil sogar nährstoffreicher als Gemüse und enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe. Ich sage nur: Bitterstoffe im Löwenzahn.

So gesunde Pflanzen kann ich doch nicht jäten, dachte ich. Lieber lasse ich das  “Unkraut” im Hochbeet wachsen, um es zu ernten.

Außerdem war ich der Meinung, dass wir mit dieser Strategie in Summe mehr (Wild)Gemüse ernten könnten. Denn Gemüse braucht ja immer recht lange, bis man es ernten kann.

Bis zur Ernte von Salat, Kohlrabi und anderem Gemüse können wir die Zeit mit  Wildkräutern aus dem Hochbeet überbrücken. Damit haben wir kein Ernte-Loch. Doch die Ernte der Kulturgemüse fiel öfter arg mau aus.

Warum ich meine Meinung über Unkraut zwischen dem Gemüse geändert habe

Die heiß geliebten Wildkräuter Weißer Gänsefuß, Franzosenkraut oder Vogelmiere wachsen viel schneller als Gemüse.

Ruck-zuck ist das Gemüsebeet vom “Unkraut” überwuchert. So schnell kann ich gar nicht schauen. Die Vogelmiere heute noch winzig klein – morgen schon ein Wildkraut-Dschungel.

Da dem Garten-Gemüse durch die Wildkräuter Licht, Luft und vielleicht Nährstoffe fehlten, ist das Gemüse klein geblieben oder gar nichts geworden.

Wildgemüse und Kulturgemüse hatten zusammen einfach nicht genug Platz im Hochbeet. Dem Wildkraut hat das nichts ausgemacht. Dem Gemüse schon.

Unterm Strich haben wir trotz Ernte von essbaren Wildpflanzen keine größere Erntemenge aus dem Gemüsegarten herausgeholt.

Die Wildkräuter haben das schlechte Wachstum des Kulturgemüses mengenmäßig nicht ausgeglichen. Deshalb habe ich meine Einstellung gegenüber Wildkräutern im Gemüsebeet geändert.

Im Gemüsegarten wachsen zwischen Feldsalat Unkraut und Wildkräuter wie Garten-Schaumkraut..

Heute weiß ich: Wildkräuter im Gemüsebeet wollen gelenkt und manchmal sogar gejätet werden!

Ich bin immer noch davon überzeugt, dass Wildkräuter eine gute Sache sind. Sie sind so wunderbar würzig!

Trotzdem erlaube ich mir heute, Wildkräuter zwischen den Gemüsen nicht nur zu ernten sondern auch zu jäten. So viel kann man ja gar nicht essen, wie da oft wächst!

Wenn allerdings Garten-Schaumkraut, Knoblauchsrauke und Wilde Malve das Gemüse bedrängen, mache ich mich ans Werk.

Ich zupfe und jäte, bis das einzelne Gemüse einen Wildkraut-freien Ring hat, damit es genug Licht und Luft bekommt. Wenn ich Rasenschnitt habe, mulche ich noch.

Dadurch ernten wir mehr Gemüse und müssen auf essbares Unkraut aus dem Gemüsebeet trotzdem nicht verzichten!

Meine Erkenntnisse über Unkraut im Gemüsegarten

Die Einsicht, dass Wildkräuter im Gemüsebeet für eine bessere Gemüseernte gelenkt werden müssen, kam leise dahergeschlichen. Trotzdem tut es mir heute noch um jedes Wildkräutlein, das ich jäte, leid.

Trotz der Jäte-Erkenntnis war mein Vorgehen früher richtig. Denn nur dadurch habe ich Erfahrungen gesammelt. Diese helfen mir, Wuchsfreude und Größe von Wildkräutern einzuschätzen.

Dadurch weiß ich, wie viel ich eingreifen sollte, damit ich und das Gemüse mit Unkraut im Hochbeet in Frieden leben können.

Wobei immer wieder der Wildkräuter-Gaul mit mir durchgeht und ich zu wenig jäte. Wenn doch die Wilde Malve so schön ist und ihre essbaren, violetten Blüten den Salat und andere Gerichte verschönern.

Vielleicht denke ich in fünf Jahren anders drüber und merze alles aus? Vorstellen kann ich mir das nicht. Aber wohin ich mich entwickle, weiß ich nicht.

Viel Freude in Garten und Natur

Sonja

Noch mehr Lesefutter

Endlich eine dicke Ernte im kleinen Gemüsegarten!

DSGVO-Erklärung

Für den Versand unserer Newsletter nutzen wir rapidmail. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail übermittelt werden. Beachten Sie bitte auch die AGB und Datenschutzbestimmungen .

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner