Der Rückblick auf den Februar im Garten lässt mich verwundert zurück. Gefühlt war es den ganzen Monat nämlich nur Winter. Doch meine Aufzeichnungen sagen: Nicht nur! Denn als schon niemand mehr dran glaubte, sind ein paar Tage dem Winter entkommen. Und diese wenigen Tage brachten den Frühling ins Rollen.
- Der Inhalt dieses Blog-Artikels
Der Garten im Februar 2026
Gemüse vorziehen zieht sich
Wie im Januar-Monatsrückblick berichtet, mache ich dieses Jahr einiges anders. Zum Beispiel spiele ich mit dem Gedanken, keinen Stangensellerie auszusäen, sondern im Format “Regrowing” anzubauen. Deshalb habe ich immer noch keinen Stangensellerie vorgezogen.
Und auch sonst konnte ich im Februar lange Zeit kein Gemüse vorziehen. Der Schnee wollte einfach nicht weichen.
Ich wusste: Unter dem Schnee lauern die Austriebe der Schneeglöckchen, blühen aber nicht. Und wenn die Schneeglöckchen nicht blühen, ziehe ich kein Gemüse vor.
Dann endlich! Der Schnee war weg. Also steht der Gartenarbeit nichts mehr im Weg. Dachten wir …
Dann das! Nach drei Tagen schneefreier Zeit kam Schnee. Viel Schnee! Gefühlt mehr als im ganzen Winter. Ich habe jeden Morgen Schnee geschaufelt. Irgendwann reicht es! Wann wird es endlich Frühling?
Völlig unerwartet brach dann Ende des Monats der Vorfrühling doch noch über uns herein. Innerhalb von drei Tagen waren die Schneeberge wie weggezaubert! Warme Temperaturen und Regen (viel Regen!) machten es möglich.
Die Schneeglöckchen waren ganz angetan. Sie warteten schon mit den Wurzeln scharrend unter dem Schnee! Und ein paar Tage nach dem Ausapern blühten sie.
Ende Februar flugs Kohlrabi und Salat ausgesät. Bevor es sich das Wetter noch mal anders überlegt.
Phänologische Erscheinungen im Februar – Winter oder doch Vorfrühling?
Wie oben beschrieben, hatte uns der Schnee im Februar fest im Griff und auch der phänologische Winter wollte für immer bleiben.
Wie oft ich bin ich am Haselstrauch vorbeigegangen, um zu schauen, ob sich mit den Kätzchen der Vorfrühling ankündigt. Doch es tat sich nichts!
Da konnte ich an den Zweigen schütteln und rütteln. Hat alles nichts geholfen. Die Kätzchen haben die Pollen nicht hergegeben. Es war zum Mäuse melken.
Doch als niemand mehr dran glaubte, kam Ende Februar doch noch der Vorfrühling. Die Hasel haben zu stäuben angefangen. Ein sicheres phänologisches Zeichen für den Beginn des Vorfrühlings.
Die guten Bedingungen haben gleich noch andere Pflanzen genutzt: Diese Pflanzen haben im Februar im Garten ebenfalls zu blühen angefangen: Schneeglöckchen, Krokusse, leuchtend gelbe Winterlinge und Leberblümchen.
Ach! Ich bin ja in Leberblümchen so verliebt! Nur wegen diesen hübschen Frühlingsblumen gehe ich im Frühling an der Ilz wandern. Weil dort so viele wachsen!
Arbeiten im Garten im Februar
Die meiste Zeit gab es nichts zu tun. Wegen der Schneedecke. Die letzten paar Tage im Februar habe ich vor der Haustür ein paar Sträucher geschnitten.
Die Sträucher und Stauden übernehmen sonst die Herrschaft und wollen ins Haus einziehen! Sie wachsen schon sehr nah an die Haustür ran. Irgendwann brauchen wir eine Machete, um ins Haus zu gelangen. Diese Gefahr ist jetzt gebannt.
Die Stängel von den anderen Stauden im Garten bleiben noch stehen – wegen der Überwinterungsgäste. Die vorzeitig abgeschnittenen Stängel mit Überwinterungsmöglichkeiten (Samenstände, alte Blütenreste) landeten auf der im letzten Jahr angelegten Benjes-Hecke. Dort können die Insekten in den Stängeln noch ausharren.
Außerdem habe ich einige Kräuter im Hochbeet wie Griechischen Oregano, Thymian und Wintereckzwiebeln von Wildpflanzen-Resten befreit und zurückgeschnitten. Damit die Kräuter üppig austreiben können. Wie aromatisch das Werkeln an den Kräutern immer duftet! Mmmh!
Dieses Gemüse habe ich im Februar geerntet
- Pastinaken
- Feldsalat
- Vogelmiere
- Garten-Schaumkraut (schmeckt leicht scharf und so schön nach Kresse)
- Grünkohl
- Postelein (Winter-Portulak)
- Asia-Salat
Die geernteten Mengen waren zum Teil winzig. Macht das was? Nein.
Gemüse-Samen sortieren
Seit Monaten denke ich an diese Aufgabe! Habe ich die Gemüsesamen endlich sortiert? Nein. Aber vorsorglich schon mal verschiedene Samen gekauft. Könnte ja sein, dass ich feststelle, dass ich die brauche.
Vielleicht soll ich das (Aus)sortieren als Projekt anpacken und in kleinstmögliche Schritte einteilen? Zum Beispiel immer nur ein Gemüse sortieren. Ja, so mache ich es!
Was im Februar sonst noch los war – Persönliches
Der Februar ist ein kurzer Monat. Bis ich mich einmal umgedreht hatte, war er schon vorbei!
Spieleabende
Wir haben uns wieder zum Spielen getroffen. Das haben wir gespielt: Backgammon*, Azul*, Rummykub*, Watten* und Phase 10*. War wieder schön.
Lesezeit im Februar 2026
Im Februar habe ich wenig gelesen. Wahrscheinlich weil der Monat so kurz und mit Schneeschaufeln ausgefüllt war. Oder aus einem anderen Grund, den ich nicht kenne.
Dieses Buch habe ich gelesen
Mein Fazit: Isabell Allende (geboren 1942) schreibt immer spannend und webt historische Daten in die Handlung ein. Der Roman handelt von einer Frau, die trotz widriger Umstände ihren eigenen Weg geht. Das Ganze spielt in Amerika und Chile während der Zeit der Salpeterkriege. Nebenbei wieder was dazugelernt. Absolut lesenswert!
Durch dieses Buch quäle ich mich
- Julia Finkernagel: Reisefieber. Finger auf den Globus legen, dann die Welt entdecken und sich selbst gleich mit.* (Reisebericht)
Mein Fazit: Ich bin noch nicht fertig mit dem Buch. Ich weiß nicht, ob ich es zu Ende lesen werde. Die Autorin Julia Finkernagel macht Reisereportagen fürs Fernsehen und berichtet in ihrem Buch über ihre Erfahrungen auf Reisen. Obwohl der Schreibstil humorvoll ist, zieht mich das Buch nicht in seinen Bann. Eine Woche gebe ich ihm noch. Wenn ich bis dahin nicht deutlich weiterkomme, lasse ich es bleiben.
Dieses Buch nehme ich immer wieder zur Hand
- David Zinn: Vorsicht an der Bordsteinkante!* (Sachbuch)
Mein Fazit: So ein lustiges Buch! Der Street-Art-Künstler David Zinn malt mit Kreide auf Bürgersteige. Heraus kommen dreidimensionale Bilder. Upps! Das Loch im Bürgersteig könnte die Gemeinde auch mal zumachen. Und was machen diese grünen Figuren? Wieso kann man auf dem Himmel spazieren gehen? Grandios! Kurzweilige Texte zur dreidimensionalen Malerei und wie David Zinn Motive auf der Straße findet, ergänzen die glücklich-machenden Bilder. Ein Buch zum Schauen, Schmunzeln, Verschenken und Staunen.
Was ich im Februar neu gebloggt habe
Im Gartenblog:
Im Wanderblog:
- Rundweg Bayerisch Eisenstein – Schwellhäusl – Flusswanderweg am Großen Regen Eine Tour, die überwiegend durch den Nationalpark Bayerischer Wald führt. Obwohl sie nicht zu meinen absoluten Lieblingstouren gehört, gehe ich sie immer wieder mal.
Ausblick auf den März 2026 im Garten
- Je nach Stand des phänologischen Kalenders Gemüse vorziehen.
- Staudenstängel abschneiden.
- Blütenknospen der Kornelkirsche anschauen und bewundern.
- Gemüsesamen sortieren (ist dieses Jahr eine Ewigkeitsaufgabe).
- Die eine oder andere Pflanze versetzen.
- Zaubernuss pflanzen? Nachdenken.
- In Hochbeete eigenen Kompost einfüllen.
- Restliches Wintergemüse ernten.
- Hochbeete für den Gemüseanbau vorbereiten. Pferdemist-Kompost organisieren.
- Nach Topinambur graben. Bange Frage nach Wühlmäusen.
Noch mehr Lesestoff
- 18 Argumente gegen den Naturgarten
- 9 Gemüse, die bei uns nicht ins Hochbeet dürfen
- Wie kommen Wühlmäuse ins Hochbeet und woran erkennt man das?
Endlich eine dicke Ernte im kleinen Gemüsegarten!
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