18 Argumente gegen den Naturgarten

Warum keinen Naturgarten? Nachteile und Vorurteile

Ich höre mit dem Naturgarten-Prinzip auf. Es gibt wirklich sehr, sehr gute Gründe, die gegen eine naturnahe Gestaltung des Gartens sprechen. Lest, welche Nachteile und Argumente mich davon überzeugt haben, unserem Naturgarten ein Ende zu setzen.

1)  Ein Naturgarten hat nichts mit Natur zu tun

Ein Naturgarten wird von Menschen gestaltet und ist deshalb ein künstliches Konstrukt. Das würde es in der wilden Natur so nicht geben.

Selbst Nationalpark-Wälder sind in Europa selten „echte“, von Menschen unbeeinflusste Natur. Die meisten Nationalparks sind nur sogenannte Sekundär-Urwälder. Denn irgendwann in grauer Vorzeit haben Menschen in irgendeiner Form in die Landschaft eingegriffen.

Im Vergleich dazu greift man im Naturgarten noch viel mehr in die Natur ein, als man das in Nationalparks tut. Naturgärten haben folglich noch viel weniger mit „echter“ Natur zu tun.

Sie sind einfach eine andere Form der Gartengestaltung, die das menschliche Handeln wiederspiegelt. Man tut so, als ob der Garten seinen gestalterischen Aspekt verlieren und zur „echten Natur“ mutieren würde.

Das wäre so, als ob man sagen würde, das Laufen auf dem Laufband im Fitness-Studio habe etwas mit Joggen im Wald zu tun. Beide Formen verbessern die Ausdauer. Doch wer profitiert von noch mehr gesundheitlichen Benefits?

Wenn der Naturgarten keine „wahre“ Natur ist, kann ich ihn nie so gestalten, dass er einem „natürlichen“ Lebensraum von Tieren und Pflanzen entspricht.

Ich kann die Natur nur imitieren. Mit mehr oder weniger gutem Erfolg. Bevor ich desillusioniert und über das Ergebnis enttäuscht bin, lasse ich es gleich bleiben.

Denn mit einer gleichmäßig satt-grünen Rasenfläche ohne Unkraut, einem pflegeleichten  Schottergarten und Zierbeeten mit festgelegten Stauden-Abständen fühle ich mich sicher. Und ich weiß, dass ich vom Ergebnis nicht frustriert sein werde.

Aber es ist nicht so, dass mir die Natur unwichtig wäre. Nein! Ehrlich nicht! Aber statt die Natur nachzuahmen, finde ich es sinnvoller, Lebensräume dort zu schützen, wo sie außerhalb des Gartens natürlicherweise vorkommen, zum Beispiel in Nationalparks.

Argumente gegen einen naturnahen Garten sind der Wildwuchs aus Bartnelken, Habichtskraut und Schnittlauch.

2)  Man kann es Insekten nicht recht machen

Wenn ich die Natur nachahme, mache ich bestimmt etwas falsch. Ich kann es diesen kleinen Krabblern und Flugtieren bestimmt nicht recht machen, egal, was ich tue.

Sie haben sooo spezielle Bedürfnisse. Die einen suchen ihr Futter für sich oder ihre Nachkommen nur an Glockenblumen, die anderen nur auf Hahnenfuß und wieder andere nur an Knautien.

Ich will doch keine Monokultur aus Glockenblumen oder Hahnenfuß im Garten haben. Monokulturen widersprechen schließlich dem Ziel von Vielfalt. Und unter uns: Leuchtend gelber Hahnenfuß sieht wirklich nicht schön aus!

Außerdem: Insekten finden auf landwirtschaftlichen Flächen und an deren Rändern  bestimmt ihr Auskommen und einen Unterschlupf.

An Landwirtschaft sind Wildtiere gewöhnt. Landwirtschaft gibt es schon soooo lange.  Wahrscheinlich sind Insekten viel anpassungsfähiger als immer gesagt wird.

Das Insektensterben spricht gegen diese Annahme? So wenig Insekten können es gar nicht sein. Wenn ich nur an die vielen Stechmücken in einer lauen Sommernacht denke!

Außerdem habe ich ein reines Gewissen! Ich tue was gegen das Insektensterben!

In meinem Garten hängt ein Insektenhotel für Wildbienen!

Aber das dazugehörige Restaurant ist geschlossen. Ihr wisst schon. Weil ich mich mit akkuraten Zierbeeten sicherer fühle.

Was? Viele gefährdete Wildbienen wollen gar kein Insektenhotel, weil gefährdete Arten vor allem im Boden nisten? Ich sage ja: Man kann es ihnen nicht recht machen.

3) Die Gartenfläche ist zu klein

Mein Garten ist viel zu klein, als dass er Biodiversität fördern könnte. Was meine ich mit „zu klein“? Schauen wir uns die tatsächliche Größe von Lebensräumen von Tieren an.

Nehmen wir als Beispiel den Igel. Ein Igel besetzt ein mehrere tausend Quadratmeter großes Territorium. Auf der Suche nach Futter läuft er schon mal mehrere Kilometer. Für den Igel ist mein Garten bloß eine winzig kleine Abstellkammer.

Selbst Arten mit einem kleinerem Bewegungsradius brauchen mehr Platz als mein Garten bieten kann. Manche Sandbienen zum Beispiel fliegen auf Futtersuche nur in einem Radius von wenigen hundert Metern. So viel Fläche habe ich nicht!

Befürworter von Naturgärten argumentieren, dass selbst kleine Gartenflächen als Trittsteine dienen könnten. Ich habe keine Ahnung, wo der nächste Trittstein liegt.

Und falls sich doch Tiere auf meinem Trittstein niederlassen würden, sagt dann der schon eingezogene Igel: „Das Revier ist besetzt. Bitte sucht euch eine andere Bleibe.“

Wenn die nächste taugliche Bleibe aber zu weit entfernt ist, fallen dann auf dem Weg von meinem Trittstein zu jenem die wilden Tiere ins Schwarze Loch, verschwinden im Nirwana und verhungern?

Oder drängeln sich dann in meinem Garten so viele Tiere, dass es zugeht wie im EU-Hühnerstall bei „ausgestalteter Käfighaltung“, wo jedes Huhn 0,075 Quadratmeter Platz zur Verfügung steht? Das ist so viel wie ein smartes Telefon auf einem DIN-A4-Blatt Platz braucht.

Oder doch die „großzügigere“ Bodenhaltung mit neun oder bei Volierenhaltung 18 Hennen pro Quadratmeter? So ein Gedränge möchte ich nicht im Garten.

4) Ein Garten ist Kulturgut

Neben ökologischen Überlegungen gibt es für mich noch weitere Argumente gegen einen naturnahen Garten.

Ein Garten ist eine Kulturlandschaft. Besonders deutlich ist das in historischen Schlossgärten zu sehen.

Und in unserer Zeit bilden diese Kultur Gartenzeitschriften ab. Sie geben Tipps zur akkuraten Gartengestaltung und –pflege. Auf den Fotos ist wie im Schlosspark immer alles perfekt gepflegt. Nichts tanzt aus der Reihe.

So stelle ich mir meinen Garten vor. Auch wenn ich dem Vorbild in der Hochglanz-Zeitschrift immer hinterher hechle, gebe ich nicht auf.

Mein Garten soll so werden, dass er es ohne Bildbearbeitungsprogramm in den Gartenteil einer Architektur-Zeitschrift schaffen könnte.

Ein derart gestalteter Garten ist für mich ein Kulturgut, das erhalten werden muss. Sonst landet es irgendwann auf der roten Liste der aussterbenden Habitate.

5) Einheimischen Pflanzen fehlt das Prächtige

Einheimische Pflanzen haben oft nur unscheinbare Blüten oder Blätter. Bei denen muss man schon genau hinschauen oder sich bücken, um sie überhaupt zu sehen.

Dagegen sind Zuchtformen von Stauden und Blumen mit großen Blüten und buntem Laub viel attraktiver!

Man nimmt sie schon von Weitem wahr! Nicht so wie die zarten Wildblumen, die im Tarnanzug daherkommen.

Wildblumen wachsen im Naturgarten zwischen Zierpflanzen.

6) Einheimische Pflanzen sind gefährlich

Pflanzen wie Fingerhut, Jakobs` Kreuzkraut, Hahnenfuß, Rainfarn, Pfaffenhütchen und viele andere einheimische Pflanzen sind giftig. Wachsen sie im Garten, ist das gefährlich. Denn Tiere und Menschen können sich vergiften.

In der Wildnis lernen Tiere, damit umzugehen. Aber unsere Hunde und Katzen sind keine Wildtiere und Kinder wiederum sind neugierig, wollen an den farbenfrohen Früchten vielleicht naschen oder die Giftpflanze berühren.

In meiner Kindheit hat man uns Kindern gesagt, dass wir diese und jene Pflanzen nicht essen oder berühren dürfen, weil sie giftig sind.

Und wir haben überlebt. Doch heute ist das den Kindern nicht mehr so einfach beizubringen. Warum, weiß ich nicht.

Doch das ist so und wir tragen eine Verantwortung. Deshalb müssen wir Kinder und Tiere vor Gefahren bewahren. Darum raus mit dem Giftzeug aus dem Garten und lieber unbedenkliche Kulturpflanzen gepflanzt.

7) Ein Naturgarten macht Dreck und ist unordentlich

Im Herbst und Winter sieht ein Naturgarten unaufgeräumt aus, so als ob das Putzpersonal streiken würde. Denn Laub bleibt unter der Hecke liegen und Staudenreste werden erst im Frühling abgeschnitten.

Es heißt, das Laub wäre für Igel und Marienkäfer nützlich. Samenstände wiederum würden Vögeln als Futterquelle und Blütenreste Insekten als Überwinterungsplatz  dienen.

Doch irgendwann liegt alles kreuz und quer durcheinander. Dieses Chaos ist nicht repräsentativ. Überhaupt: Hat schon mal jemand nachgeschaut, ob dieses tote Material tatsächlich Marienkäfer und Insekten beherbergt?

8) Der Rasen im naturgemäßen Garten ist hässlich

Der Rasen im Naturgarten zeigt kein gleichmäßig grünes Bild. Denn dort wachsen Löwenzahn, Günsel und andere Wildpflanzen. Beschönigend wird so ein Rasen „Kräuterrasen“ genannt, obwohl es sich um Unkraut handelt.

Doch für mich heißen Kräuter nicht Löwenzahn und Günsel, sondern Petersilie, Oregano und Thymian. Und diese wachsen auf abgegrenzten, ihnen fest zugewiesenen Flächen.

Was meinen Augen beim Anblick eines Kräuterrasens auch noch weh tut, sind  Lücken im Rasen. Statt sie zu bekämpfen, werden sie als besonderer Lebensraum bewertet. Doch auch diese Lücken verhindern ein schönes Bild von einem Rasen.

Vorurteile gegen einen Naturgarten: Braunellen wachsen im Rasen.

9) Ein Naturgarten braucht viel Zeit

Ein naturgemäßer Garten nimmt viel Zeit in Anspruch. Er drängt unwiderstehlich zu vielen Rundgängen, um zu schauen, was es Neues gibt. Der Rundgang ist jedes Mal eine kleine Expedition ins Unbekannte. Dabei vergehen die Stunden wie im Flug.

Im „gepflegten“ Garten dagegen habe ich die Natur fest im Griff – und nicht umgekehrt. Es warten keine üblen, zeitraubenden Überraschungen, die es zu studieren gilt.

Da schiebt sich kein unscheinbares Wildblümchen zwischen den Stauden hervor – höchstens Unkraut. Und Krabbenspinnen, die eine Biene erbeuten, sind zweifelhafte Freuden, für die ich keine Zeit aufwenden will.

Im naturnahen Garten wartet eine Krabbenspinne auf einer Schnittlauch-Blüte auf eine Biene.

10) Im naturnahen Garten wird Abfall im Garten verteilt

Manche Leute mit einem Naturgarten fahren Schnittgut vom Strauchschnitt oder Rasenmähen nicht zum örtlichen Wertstoffhof. Stellt euch das vor!

Sie lassen das Grünzeug im Garten, verteilen es als Mulch unter Sträucher, Stauden oder zwischen Gemüse. Das sieht seeehr, seeehr unordentlich aus.

NaturgartenbesitzerInnen sehen ihr Tun als sinnvoll an, weil es den Boden vor dem Austrocknen schützen und das Bodenleben füttern soll. Das mag so sein, doch es ist  hässlich!

11) Im Naturgarten wachsen Pflanzen wie in der Natur

Im naturnahen Garten können Pflanzen ihrem natürlichen Habitus entsprechend wachsen.

Weil ich eine klare Vorstellung vom Garten habe, will ich, dass die Pflanzen so wachsen, wie ich es mir vorstelle.

Das Bäumchen, das so wächst, wie es will, passe ich meinem Sinn für Ästhetik an, indem ich es in eine bestimmte Form zwinge.

Wo kämen wir hin, wenn die Natur sich nicht an meine Vorstellungen von Natur anpassen ließe?

Das ist mein Garten! In dem gelten meine Regeln! Das macht zwar viel Arbeit, ist es mir aber wert.

12) Im Naturgarten bleibt Gras stehen

Manche Leute lassen Gras absichtlich um Bäume oder unter Hecken wachsen. Es heißt, dass an Gräsern die nächste Generation von Insekten, wozu auch Schmetterlinge gehören, heranwachsen würde.

Diese einzelnen, langen Grashalme, die sich nicht wie gezüchtete Ziergräser verhalten, stören mich und wirken auf mich unordentlich.

13) Ein naturnaher Garten gefällt mir nicht

Ein Naturgarten gefällt mir nicht, weil ich mich sicherer fühle, wenn alles ordentlich in Reih `und Glied wächst.

In dem ganzen Durcheinander eines naturnahen Gartens würden sich womöglich auch noch Blindschleichen, Ringelnattern und Erdkröten ansiedeln! Igitt!

Trotzdem bin ich tierfreundlich: Ein putziger Igel darf durch meinen Garten tigern. Da bin ich nicht so.

14) Rasen im Naturgarten macht mehr Arbeit

NaturgärtnerInnen verzichten auf Rasenmähroboter. Deshalb müssen sie selber mähen. Derweil sind Rasenmähroboter so bequem! Und sie sorgen für ein ebenmäßig, gepflegtes Erscheinungsbild.

Diese NaturgärtnerInnen haben ja keine Ahnung, wieviel Arbeit sie sich mit dem Mähroboter sparen könnten.

Mit dem Mähroboter muss man fast nichts machen – außer unerwünschte Rasenkräuter wie Löwenzahn ausstechen. Wo der bloß immer herkommt?

Glaubt bloß nicht, dass ich Löwenzahn nicht mag! Sehe ich im Frühling eine Wiese mit üppig gelb blühendem Löwenzahn, bin ich begeistert!

Da müsstest ihr mich erleben! Wie ich laut jubel! Also: Löwenzahn ja! Aber bitte nicht in meinem Garten.

15) Ohne Gift werde ich den Schädlingen nicht Herr

In naturnah bewirtschafteten Gärten ist der Einsatz von Gift ein Unding. Doch wie soll ich ohne Gift Unkraut und Schädlingen beikommen?

Gegen Schnecken und Wühlmäuse hilft nur Gift! Von wegen Hausmittel oder Toleranz!

Wenn ich diese Tiere und den Schaden, den sie anrichten sehe, schwillt mir der Hahnenkamm!

Was?

Was höre ich da?

Wenn ich ein bestimmtes Gift gegen Wühlmäuse verwende, dann verbluten die Wühlmäuse innerlich? Langsam? Über Tage?

Das soll Tierquälerei sein?

Kann ich nicht glauben.

Wenn es so wäre, würde das Gift bestimmt nicht zur Bekämpfung der Wühlmäuse zugelassen werden.

Außerdem graust mir vor Wühlmäusen. Sie sind eh´ nur Schädlinge. Und was da im Verborgenen mit den vergifteten Tieren passiert, muss ich ja nicht anschauen. Aus den Augen, aus dem Sinn. Hauptsache, mein Gemüse und meine Pflanzen wachsen.

16) Im Naturgarten stinkt es

Im Naturgarten stinkt es in manchen Ecken bis zum Himmel. Was da so unangenehm duftet? Brennnesseljauche. NaturgärtnerInnen nennen sie Dünger.

Bei natürlichem Dünger weiß ich nie, wieviel ich nehmen muss. Da kaufe ich mir lieber mineralischen Dünger, Blaukorn und so was.

Bei dem gibt es klare Mengenangaben. Das wird dann schon passen. Außerdem stinkt dieser Dünger nicht.

17) Eigener Kompost ist viel zu unsauber

Im naturnahen Garten arbeitet man bevorzugt mit selber hergestelltem  Kompost. Jedoch besteht die Gefahr, dass sich Wühlmäuse, Ratten und anderes Getier im Komposthaufen ansiedeln. Das will ich vermeiden.

Außerdem können Samen von Wildpflanzen im eigenen Kompost landen und damit in meinen Beeten. Deshalb kaufe ich lieber Kompost vom Wertstoffhof.

Im gekauften Kompost können zwar Plastik und Restgifte enthalten sein, doch ich vertraue dem Gütezeichen. Das bedeutet, es kann was drin sein, aber die Werte bleiben unterhalt der vorgeschriebenen Grenzwerte.

18) Fugen von Pflastersteinen haben ein ungepflegtes Erscheinungsbild

Fugen zwischen Pflastersteinen werden als letztes Refugium für Wildwuchs angesehen. Nicht bei mir! Denn es sieht ungepflegt aus.

Wenn zwischen den Pflastersteinen Gras und anderes Unkraut wächst, greife ich zur Giftspritze oder zu kochend heißem Wasser. Zack! Das Problem ist beseitigt! Und es sieht wieder ordentlich aus.

Meine Erkenntnisse mit den Vorurteilen gegen Naturgärten

Ich habe intensiv mit mir diskutiert und es mir dann noch mal überlegt. Wir bleiben bei unserem lebendigen Naturgarten. Denn für mich gibt es keinen schöneren Garten als einen, der sich ständig wandelt. In dem es immer wieder Überraschendes zu entdecken gibt.

Viel Freude in Garten und Natur!

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4 Kommentare

  1. Liebe Sonja,

    danke für den Blogartikel. Ich habe selber einen Naturgarten, aber ich muss gestehen, dass Vorbereiten der Jauche mir keinen Spass macht:-). Die Jauche habe ich früher auch genutzt, aber aus mehreren Grunden möchte ich sie nicht mehr benutzen. Deshalb suche ich jetzt während des Winters in meinen Gartenbüchern nach anderen Hausmitteln, die ich nächste Saison ausprobieren möchte – und ich habe festgestellt, dass die Jauche gar nicht die einzige Möglichkeit ist.

    Ich selber wollte schon lange einen Blogartikel zum Naturgarten schreiben und Ihr Text war jetzt ein Funke dafür. Wenn andere jetzt den Jahresrückblick schreiben, habe ich meinen Blogartikel zum Naturgarten endlich veröffentlicht:-).

    Ich wünsche Ihnen viel Freude in Ihrem Garten und eine schöne Gartensaison 2026!

    Viele Grüsse

    Kristyna

    1. Liebe Kristyna,

      ich finde die Brennnesseljauche eine einfache Sache. Bin aber auch gespannt, welche Alternative Möglichkeit Sie gefunden haben?

      Eine schöne Gartenzeit.

      Viele Grüße
      Sonja

      1. Liebe Sonja,

        ich habe zwei Möglichkeiten gefunden:

        Erstens kann man so was wie „Tee“ machen: Pflanzen mit kochendem Wasser aufgiessen, eine Weile ziehen lassen und gleich benutzen.

        Zweitens man giesst die Pflanzen mit kaltem Wasser auf und lässt sie 24 bis 48 Stunden stehen (dürfen nicht gären wie die Jauche) und danach benutzen.

        Bei diesen Möglichkeiten finde ich gut, dass ich sie nicht schon 2 – 3 Wochen vor dem Düngen vorbereiten muss. Die kommende Saison möchte ich erstmal testen, ob diese zwei Möglichkeiten wirksam sind.

        Und bisher habe ich einfach Mischung von Blättern/Blüten benutzt, die gerade im Garten gewachsen sind und üppig waren. In Zukunft möchte ich die einzelnen Pflanzenarten ausprobieren und gucken, ob und wie sich ihre Wirkungen unterscheiden.

        Und ich wusste darüber, aber trotzdem habe ich diese zwei Düngemittel vernachlässigt: die Eierschalen und die Holzasche möchte ich auch testen.

        Das sind meine Pläne für die nächsten Saisonen:-).

        Viele Grüsse

        Kristyna

        1. Liebe Kristyna,

          da hast du dir ja einiges vorgenommen! Tee und Brühe und ähnliche Dünger kenne ich. Habe ich auch schon ausprobiert, sind mir allerdings zu umständlich. Denn da muss ich schon ein paar Tage vorplanen.

          Da ist mir Jauche lieber. Wann immer ich Pflanzenmaterial habe, stopfe ich es in die Jauchetonne. Ab und zu fülle ich mit Regenwasser auf und dann kann es so lange stehen bleiben, wie es will. Ich halte mich dabei an keine Zeiten. So bleibt der Aufwand überschaubar.

          Holzasche und Eierschalen habe ich auch schon hergenommen. Holzasche packe ich vor allem zu Gemüsen, die Kali brauchen, also Stangensellerie und Tomaten. Wobei Holzasche wegen potentieller Schadestoffe umstritten ist. Gut, dass das jede/r für sich entscheiden kann.

          Dass Eierschalen so viel Kalk abgeben, dass es sich auswirkt, kann ich mir nicht vorstellen. Manchmal sind in unserem Kompost auch nach über einem Jahr noch Eierschalen drin, die sich nicht aufgelöst haben. Zerbröselst du die Eierschalen für dein Experiment?

          Auch wenn ich mir Pflanzen-Tees und -Brühen für mich nicht vorstellen kann (bis auf wenige Ausnahmen wie Knoblauchtee), bin ich trotzdem auf deine Erfahrungen und Ergebnisse gespannt.

          Viele Grüße
          Sonja

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