5 Beerensträucher für eine tolle Ernte im Juni

Beerensträucher im Garten pflanzen.

Welche Beerensträucher ihr pflanzen könnt, um bereits im Mai die erste Ernte einzufahren, habt ihr in diesem Beitrag vielleicht schon gelesen: Beeren im Garten für die Ernte im Mai. Der Mai ist in unseren Breitengraden jedoch erst der Anfang. Im Juni reifen schon deutlich mehr leckere Beeren. Schauen wir, welche das sind.

Welche Beerensträucher für die Ernte im Juni pflanzen?

Im Juni könnt ihr je nach Region schon (fast) Beeren aus dem Vollen schöpfen. Und die Beerensträucher sind auch noch Insektenfreundlich. Hier ist eine Liste mit potentiellen Kandidaten.

# 1) Himbeeren (Sommerhimbeeren)

Beerensträucher für dem Garten. Hier Himbeeren.

Von Himbeeren gibt es mehrere Sorten. Wir konzentrieren uns jetzt auf die, die schon im Juni erntereif sind: die Sommerhimbeeren.

Die Sommerhimbeeren sind bei uns je nach Wetter ab Mitte / Ende Juni reif. Sie sind saftig, groß (trotzdem geschmacklich sehr gut) und Amseln brauchen immer eine Weile, bis sie sie gesichtet haben. Aber dann raschelt es gewaltig, wenn ich an den Himbeeren vorbeigehe.

Unsere Sommerhimbeeren tragen extrem viele Früchte, so dass wir einen Teil zu Fruchtaufstrichen verarbeiten oder für Joghurts und Obstkuchen einfrieren. Ein paar Himbeeren im Salat schmecken wie ein Dressing mit Himbeeressig.

Und natürlich wird täglich genascht, was das Zeug hält. Bis dann die Herbsthimbeeren tragen, hängen sie mir schon fast zu den Ohren raus.

Habe ich eigentlich schon gesagt, dass ich Trockenobst gern mag? Sommerhimbeeren dörre ich allerdings meistens noch nicht. Da warte ich auf die Herbsthimbeeren. Das hat aber nur einen einzigen Grund!

Mit den ersten Himbeeren im Jahr stille ich erst mal meinen Himbeerdurst. Und da es viel zu viele auf einmal sind, legen wir mit Sommerhimbeeren schnell einen schönen Vorrat an.

Übrigens haben wir keine Wurzelsperre für die Himbeeren eingebaut. Dadurch breiten sie sich gut aus. Man kann sie ja abmähen, wo sie stören, mit der Astschere aus der Fettwiese oder dem Zierbeet holen oder einfach für eine noch üppigere Ernte wachsen lassen.

Die Sommerhimbeere darf sich bei uns ausbreiten, wo sie will. Sie wächst zur Zeit neben dem rot blühenden Hibiskus und unter einem Apfelbaum (Sorte Boskop). Wenn die Himbeeren zwischen den Ästen hervorgucken, sieht es aus, als ob der Apfelbaum Himbeeren tragen würde.

Dort, wo die Himbeere stört, schneide ich sie schweren Herzens weg, zum Beispiel wenn sie sich zwischen den Stachelbeersträuchern breit macht.

Himbeeren rufen bei mir Kindheitserinnerungen hervor. Als Kind bin ich jedes Jahr mit meiner Oma zum wilden Himbeeren sammeln gegangen. Zuchthimbeeren hatte sie nicht im Garten. Und beim Wandern nasche ich auch heute noch gerne an den köstlich wilden Himbeeren!

Ein bißchen Botanik zur Himbeere

Himbeeren gehören zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Ihre süß-säuerlichen Früchte können rot oder gelb sein. Wobei „gelb“ für mich keine Himbeerfarbe ist.

Es gibt neben Zuchtformen auch wild wachsende Himbeeren an Wald- und Feldgehölzrändern. Himbeeren sind Sammelsteinfrüchte, wie ich im Lexikon beschrieben habe.

Himbeeren sind für den insektenfreundlichen Garten geeignet. Bienen finden sie toll und auch Wanzen sowie der Himbeerblütenstecher.

Wie ihr ganz einfach Himbeeren anbauen könnt, lest ihr hier: Himbeeren anbauen: einfach und unkompliziert!

# 2) Maulbeeren für den Garten

Wir haben schwarze Maulbeeren im Garten. Je nach Witterung bilden diese ab Ende Juni reife Früchte.

Mir sind die Maulbeeren pur, direkt vom Baum am liebsten. Ich habe sie schon mal getrocknet, aber das war nichts, weder geschmacklich noch von der Haltbarkeit her. Tiefgekühlt schmecken sie mir auch nicht.

Mit roten Johannisbeeren zu Fruchtaufstrichen verarbeitet schmecken sie allerdings ausgezeichnet und geben den roten Johannisbeeren noch eine schöne, dunkle Farbe.

Im Handel kann man keine frischen Maulbeeren kaufen, nur getrocknete. Sie sind sehr druckempfindlich und verderben extrem schnell. Deshalb sollen sie gleich nach der Ernte verarbeitet werden. Am nächsten Tag können sie schon schimmeln.

Ein Maulbeerbaum hat allerdings mehr zu bieten, als nur gute Früchte. Sie sind ein beliebtes Vogelfutter. Der Fruchtbehang ist ungewöhnlich, denn sie wachsen an kurzen Stielen aus den Ästen heraus. Das schaut seltsam aus.

Im Frühjahr ist der gelbgrüne Blattaustrieb wunder-, wunderschön! Die Blattform ist ebenfalls ungewöhnlich und die Herbstfärbung ein Augenschmaus.

Ein bißchen Botanik zur Maulbeere

Maulbeeren gehören zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Na ja. Das ist jetzt kein Beerenstrauch, sondern ein Baum, der im Herbst sein Laub abwirft. Maulbeeren können schwarze, weiße und rote Früchte liefern.

# 3) Johannisbeeren (Rote Johannisbeeren)

Beerensträucher im Garten pflanzen.

Bei uns heißen Johannisbeeren „Ribisel“, so wie auch im benachbarten Österreich. Die frühen Sorten der roten Johannisbeeren reifen gegen Ende Juni. Daneben gibt es auch spätere Sorten, sodass man gestaffelt ernten kann.

Wir verarbeiten rote Johannisbeeren gerne zu Fruchtaufstrichen. Einen Großteil frieren wir ein, um sie als Belag für Obstkuchen herzunehmen oder einen Naturjoghurt in Fruchtjoghurt zu verwandeln. Die Beeren passen natürlich auch in Müslis oder Desserts.

Ein bißchen Botanik zur Johannisbeere

Johannisbeeren gehören zur Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Es gibt neben den essbaren Arten auch Zierpflanzen von Johannisbeeren wie die Blut-Johannisbeere.

Johannisbeerblüten sind bei Insekten wie Bienen beliebt und werden bei uns auch von Wespen besucht.

# 4) Felsenbirnen

Felsenbirnen gehören zu den Wildgehölzen und eignen sich auch für eine essbare Wildobsthecke. Mehr zu Wildobsthecken findet ihr in diesem Artikel: Die 11 besten Wildobstgehölze für Garten und Hecke.

Die Beeren der Felsenbirne werden ab Ende Juni reif. Sie enthalten in den Samen geringe Mengen des Giftes cyanogene Glycoside, das in großen Mengen zu Vergiftungserscheinungen mit Magen-, Darmbeschwerden führen kann.

Allerdings müsste man große Mengen der Felsenbirnen essen (Kinder kleinere Mengen) und die Samen zudem aufbeißen. Werden die Samen nicht zerbissen, werden sie als Ganzes wieder ausgeschieden und das Glycosid nicht freigesetzt.

Felsenbirnen sind im Frühjahr zur Blütezeit und im Herbst eine Augenweide und bei Insekten und Vögeln beliebt.

Ein bißchen Botanik zur Felsenbirne

Felsenbirnen gehören zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die rötlich-violetten Früchte sind ein beliebtes Vogelfutter.

Naturgartenfreund*innen aufgepasst! Felsenbirnen gehören zu den Neophyten. Und manche Naturgarten-Vertreter sind der Meinung, Neophyten gehören nicht in den Naturgarten. Zu den Neophyten zählt übrigens auch die Gewöhnliche Nachtkerze. Aber ich schweife ab.

# 5) Noch mehr Beerensträucher für die Ernte im Juni

Neben den gerade erwähnten Beeren gibt es im Juni noch mehr Beeren zu ernten. Die folgenden Naschbeeren für den Garten habe ich im Artikel über die Beerenernte im Mai beschrieben.

  • Erdbeeren
  • Maibeeren

Meine Erkenntnisse mit Beerensträuchern im Juni

Die Auswahl an Beerensträuchern, von denen ihr im Juni Beeren ernten könnt, ist schon groß. Damit fängt auch die Zeit des täglichen Ernte- und Naschgangs und der Vorratshaltung an. Im nächsten Beeren-Beitrag geht es mit Beeren im Juli weiter.

Viel Freude in Garten und Natur

Sonja


Mischkulturpartner von 11 Gemüsen, die (fast) jedem gelingen und wenig Platz brauchen.

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