Hochbeet bauen: Die perfekte Größe finden

Hochbeet Größe

Wir haben für unsere Hochbeete zwischenzeitlich die ideale Größe gefunden. Nach mehreren Versuchen mit verschiedenen Maßen sind wir diesbezüglich jetzt richtig „weise“.

Hier erzähle ich euch, wie wir die für uns perfekte Länge, Breite und Höhe für das Hochbeet gefunden haben und an was ihr euch orientieren könnt. Ganz am Ende wartet noch ein Tipp zum Kauf von Hochbeeten aus Holz.

1.  Wie wir die perfekten Maße für unsere Hochbeete gefunden haben

Unsere ersten beiden Hochbeete (das Material ist Lärchenholz) waren Fertigbausätze, also von der Größe her vorgegeben. Das war nicht optimal.

Denn beim Anbau von Gemüse stellte sich heraus, dass die Hochbeete durch ihre Höhe von 80 cm sehr viel Material zum Befüllen brauchten (gut, das war klar) und – besonders wichtig! – die Breite nicht passte. Sie waren zu schmal.

Später haben wir eigene Maße ausgetüftelt. Dabei spielten unter anderem solche Überlegungen eine Rolle:

  • Wie groß darf das Beet sein, damit es zwischen Zwetschgenbaum und Himbeersträucher passt und wir trotzdem noch bequem ernten und durchgehen können?
  • Am Ende der bereits vorhandenen Hochbeete ist noch Platz für ein quer gestelltes, das den Energiefluss bremst. Wie groß darf das sein, damit wir mit dem Rasenmäher um die Ecke kommen?
  • Wie hoch muss es sein, damit wir das Gemüse vor Schnecken schützen können? Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Rasen teilweise bis an die Hochbeete heranreicht.
  • Wollen wir uns beim Gemüse anbauen bücken oder wollen wir das Gemüse rückenschonend säen, pflanzen und ernten?
  • Welche Länge haben die Granit-Platten, auf die wir die Bretter stellen wollen?
  • Welches Gemüse wollen wir anbauen? Und wie viel Platz braucht das? Wie lang und breit soll das Hochbeet sein?

Ihr könnt euch diese und ähnliche Fragen stellen. Bei der Größen-Planung eines Hochbeetes spielen dabei viele individuelle Dinge eine Rolle. Denn nicht jede*r will zwischen Zwetschgenbaum und Himbeersträuchern ein Hochbeet aufstellen.

2.  Fertige Hochbeete kaufen: Welche Größe?

Ein fertiges Hochbeet zu kaufen scheint auf den ersten Blick eine Arbeitserleichterung zu sein. Er oder sie muss sich um keine komplizierte Berechnung kümmern, ist aber an die Maße der Hersteller gebunden.

Von der Höhe und Länge her gibt es zwischenzeitlich alle möglichen Größen zu kaufen. Da könnt ihr ganz nach Gusto wählen.

Aus eigenen Erfahrungen und auch aufgrund meiner Recherchen im Baumarkt und sonst wo, weiß ich, dass man jedoch oft nur geringe Breiten bekommt.

Das halte ich für einen Nachteil. Denn mit einer Breite von nur 80 cm oder noch weniger lassen sich kaum größere Gemüse anbauen. Ich meine jetzt keinen Weiß- oder Rotkohl.

Solches Gemüse baue ich in unserem kleinen Gemüsegarten sowieso nicht an. Aber bei nur 70 oder 80 cm Breite wird es selbst mit mehreren Köpfen Zuckerhut oder Salat nebeneinander eng.

Überlegt euch, ob das Hochbeet, das ihr zum Kaufen ins Auge gefasst habt, eine Größe hat, die euren Gemüse-Anspruch erfüllt und ob in eurem Garten Platz dafür ist.

3.  Hochbeet nach eigenen Maßen bauen

Für Hochbeete Maße auszutüfteln und sie dann selber zusammen zu zimmern ist nicht so komfortabel, als wenn ihr einen fertigen Bausatz kaufen würdet.

Der Vorteil des selber Bauens ist jedoch, dass die Hochbeete Größen haben, die genau in euren Garten passen und den persönlichen Vorstellungen oder Notwendigkeiten von Höhe (Tiefe), Länge und Breite entsprechen.

Plant ihr mehrere Hochbeete nach individuellen Maßen und fragt ihr euch, ob ihr wegen der Platzersparnis nicht ein einziges riesengroßes planen sollt, dann sage ich nein.

Zumindest bei Hochbeeten aus Holz. Warum, erfahrt ihr gleich. Ansonsten könnt ihr bei der Größe sehr flexibel sein. Es können auch quadratische sein.

3.1 Eigene Maße: Die Länge vom Hochbeet

Wenn eure Hochbeete aus Holz, also aus verrottbarem Material sind, dann baut lieber mehrere kürzere. Klar geht dadurch Gemüseanbaufläche verloren.

Doch eines schönen Tages fault das Holz an irgendeiner Ecke und die Wühlmäuse finden den Weg ins Hochbeet. Es ist deutlich leichter, ein kleineres auszuschaufeln als eines mit mehreren Metern Länge. Ich weiß, wovon ich spreche.

Zwei Meter lange Hochbeete sind schneller geleert als solche mit 6 Metern. Das gleiche gilt auch für die Höhe. Je höher, desto mehr schaufeln.

Das gibt Muckis in den Armen. Ansonsten gilt für die Länge das gleiche wie weiter oben beschrieben: Sie ist etwas sehr individuelles.

3.2 Eigene Maße: Wie breit soll das Hochbeet sein?

Bei ebenerdigen Beeten wird eine Breite von 1,20 m empfohlen. Da beugt man sich drüber, kann zur Not auch mal ins Beet steigen. Da ist 1,20 m in Ordnung.

Aber auf Hochbeete lässt sich das nicht so einfach übertragen. Denn durch Höhe und Seitenwände ist der Bewegungsradius stark eingeschränkt.

Für uns ist 1,10 Meter eine gute Breite für ein Hochbeet. Am besten beugt ihr euch über einen hohen Gegenstand und schaut, wie weit ihr locker greifen könnt.

Tut dabei so, als ob ihr Gemüse anbauen würdet. Denn über manches Gemüse müsst ihr oben drüber greifen. Dieses Maß zweimal genommen ist eure maximal mögliche Breite.

Beispiel: Ihr kommt locker mit 50 cm zurecht. Das zweimal genommen kommt eine Breite von 100 cm raus. Schließlich habt ihr die Möglichkeit das Ganze von zwei Seiten aus zu bearbeiten.

3.3 Nach eigenen Größen ein Hochbeet bauen: Höhe

Die Höhe der Hochbeete, die ihr selber baut, ist individuell. Niemand sagt, dass sie 80 cm hoch sein müssen. Dieses Maß wird gerne genommen, um mit rückenfreundlichem Gärtnern zu argumentieren.

Wenn ihr sehr groß seid, spricht auch fast nichts (außer der Materialbedarf) gegen höhere Beete. Ihr könnt natürlich auch niedrigere Hochbeete bauen.

Schaut nur, dass ihr eine Höhe plant, in der ihr tiefwurzelnde Gemüse wie Pastinaken anbauen könnt. Für Gemüse wie Pastinaken sind 60 cm Höhe günstiger als 40 cm, was allerdings auch von der Pastinakensorte abhängig ist.

Bei der Höhe von 60 cm ist berücksichtigt, dass das Füllmaterial zusammensackt und der Inhalt dann deutlich niedriger wird. Würde der Inhalt nicht absacken, würden auch 40 cm Höhe genügen.

60 cm ist eine gute Höhe für Hochbeete. Wenn ihr euch für Hochbeete mit 40 cm Höhe entscheidet, baut im ersten Jahr keine tief wurzelnden Gemüse an. Wartet mit dem Anbau dieser Gemüse, bis sich das Füllmaterial gesetzt hat.

3.4 Eigene Größen: Personenbezogene Maße

Im Internet und in Büchern findet ihr Tipps zur optimalen personenbezogenen Höhe von Hochbeeten. Diese sollen sich an der Körpergröße von Personen orientieren.

Davon halte ich nichts, denn vielleicht gärtnern ja ein großer und ein kleiner Mensch im Garten, was dann?

Ich empfehle, sich an Dingen wie oben genannt oder auch an praktischen Fragen zu orientieren wie zum Beispiel „Wie viel Platz steht zur Verfügung?“ oder „Was ist der Preisunterschied, wenn ich ein höheres Hochbeet kaufe?“

4.  Meine Erkenntnisse mit den Größen von Hochbeeten

Die eine perfekte Größe für alle gibt es nicht. Denn sie hängt von vielen individuellen Faktoren ab.

Gekaufte Hochbeete können genau so perfekt passen, wie solche mit individuellen Maßen. Letztere fügen sich passgenau in den Platz ein, den ihr im Garten habt.

Unsere favorisierten Hochbeete verfügen momentan über eine Höhe zwischen 40 und 60 cm. Das entspricht zwei bis drei Brettbreiten.

Die Hochbeete sind immer noch so hoch, dass wir Pastinaken, Mangold und anderes tief wurzelndes Gemüse anbauen können.

Einkaufs-Tipp: Die Lärchen-Holzbretter für die selber ausgetüftelten Maße haben wir im Sägewerk geholt. Dort haben sie uns die Bretter gleich in der passenden Wunsch-Größe zugeschnitten. Im Baumarkt sind die Bretter wesentlich teurer.

Fertigbausätze haben wir vom regionalen Holzhändler gekauft und ihm später unsere eigenen Maße für einen Fertigbausatz vorgegeben. Auch das hat gut geklappt und ist eine Arbeitserleichterung. Ihr seht, wir haben in der Richtung schon einiges ausprobiert.

Viel Freude in Garten und Natur

Sonja


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