Steinhaufen im Garten

Steinhaufen im Garten

In einem Naturgarten oder auch Permakultur-Garten gibt es verschiedene Elemente, um Tiere anzulocken. Ein Element ist ein Steinhaufen.

Ich zeige euch, wofür ein Steinhaufen gut ist, bringe Beispiele für verschiedene Formen und wie wir das Thema „Steine“ im Garten angegangen sind.

Bedeutung vom Steinhaufen im Garten

Warum ist es sinnvoll, einen Steinhaufen im Garten zu bauen? Mit einem Steinhaufen entsteht je nach Standort für verschiedene Tiere nützlicher Lebensraum.

Ein von der Sonne beschienener Haufen mit Steinen dient wärmeliebenden Tieren wie Eidechsen, Schmetterlingen und manchen Wollbienen als Platz zum Aufwärmen.

Blindschleichen, Laufkäfer, Spinnen und andere kleine Krabbeltiere finden ein sicheres Versteck zwischen und unter den Steinen. Reptilien brauchen zum Überwintern eine frostfreie Unterkunft, die ein Steinhaufen ebenfalls bieten kann.

Wer den Steinhaufen entsprechend bepflanzt, bietet Insekten zusätzliche Nahrung. Geeignete Pflanzen stellen oft keinen hohen Anspruch an Boden und Feuchtigkeit.

Hauswurzen, Zimbelkraut oder Mauerpfeffer gehören zu den Pflanzen, die gut mit karger Steinhaufen-Kost zurechtkommen. Lässt man dann noch Wildkräuter wachsen, die sich von alleine ansiedeln, schafft man für Insekten zusätzliche Futterquellen.

Wie kann ein Steinhaufen im Garten ausschauen?

Aufgeschichtete Steine im Garten

Ein Steinhaufen ist auch für den kleinen Garten geeignet, weil die Größe des Haufens variabel ist. Wer einen Steinhaufen bauen will, kann zwischen verschiedenen Formen wählen.

Beispiele für Steinhaufen-Typen:

  1. Steinpyramide
  2. Trockenmauer
  3. Lose aufgeschichtete Steine wie Lesesteinwälle
  4. Gabionen
  5. Kräuterspirale
  6. Formlos, loser Haufen mit Steinen

Die einzelnen Steinhaufen unterscheiden sich lediglich in ihrer Form und im Anspruch an die Kunst des Bauens voneinander.

Während man lose Steine einfach aufeinanderstapelt, so wie sie kommen, bedeutet der Bau einer Trockenmauer oder Steinpyramide mehr Arbeit.

Steinhaufen können als Variante mit einem tiefen Loch und ohne Loch im Boden gebaut werden. Je nachdem, für was ihr euch entscheidet, zieht ihr unterschiedliche Tiere an.

Gräser, Kräuter oder eine Hecke am Rand des Steinhaufens erleichtern es Kleintieren, den „Berg“ zu besiedeln.

Der Standort des Steinhaufens

Will man primär wärmeliebende Tiere unterstützen, ist ein sonniger Standort gut. Wir haben Steinhaufen auch in schattigen Bereichen. Diesen Lebensraum besiedeln andere Tiere als den sonnigen Haufen. So ist für jeden etwas dabei.

Das Material für den Steinhaufen

Im Sinne der kurzen Wege verwendet ihr für einen Steinhaufen am besten Steine aus der Umgebung. Bei uns ist das Granit. Der Stein sollte fest sein, damit er nicht zerbröselt.

Unser Weg zum Steinhaufen im Garten

Loser Steinhaufen im Garten

Wir haben von Anfang an Steine gesammelt. Ganz nach dem Motto: „Vielleicht kann man die noch für irgendetwas brauchen.“

Wobei wir schon immer die Idee der Trockenmauer im Kopf hatten. Glaube ich. Die Steine haben wir an verschiedenen Stellen als „Haufen für später“ gelagert.

Wie kamen wir zu den Steinen? Beim Pflanzen von Bäumen oder Sträuchern kamen große und kleine Steine zum Vorschein. Also ab damit auf das „Zwischenlager Steinhaufen“. Bekannte haben uns Steine geschenkt, die sie nicht mehr gebraucht haben.

Manchmal haben wir beim Wandern einen besonders schönen Stein gesehen, der es dann auch in unseren Garten geschafft hat. Zur Not hätten wir auch Steine vom Steinbruch kaufen können.

Manche Zwischenlager mit Steinen haben wir später nicht mehr aufgelöst, weil die schon so natürlich ausgeschaut haben. Zum Einen haben wir eine entspannte Beziehung zur Natur und damit zum natürlichen Aussehen und zum Anderen traue ich mich nicht mehr, Hand anzulegen. Nicht dass wir die Bewohner stören.

Einige Steine mussten wir dann doch noch in die Hand nehmen, weil die Trockenmauer nun mal aus Steinen besteht. Genauso wie wir die Steine für einen in eine runde Form gebrachten Steinhaufen hin und her getragen haben. Manche Steine bleiben allerdings ewig liegen, weil wir sie ohne Bagger nicht wegschaffen können.  

Meine Erkenntnisse mit Steinhaufen im Garten

Früher war es nicht notwendig, künstliche Steinhaufen im Garten zu bauen, denn Trockensteinmauern und Lesesteinwälle gab es überall im Wald und auf dem Feld.

Da Steinhaufen durch die Art der Landnutzung immer weniger werden, werden sie im Garten immer wichtiger, um die biologische Vielfalt zu fördern. Die Form ist dabei nicht wichtig.

Das Anlegen eines Steinhaufens ist sehr einfach. Ganz nebenbei legt man damit auch gleich eine nützliche wilde Ecke im Garten an.

Viel Freude in Garten und Natur

Sonja

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2 Kommentare

  1. Liebe Sonia, einfach mega Dein Blog. Ich hab gerade durch nix tun an meinem Kompost in der hintersten Ecke des Gartens, meine zweite Wilde Ecke entstehen lassen. Das ist so spannend was da alles wächst. Bin voll happy darüber. An mein Sandarium kommt nun noch eine Trockensteinmauer. Dahinter wachsen meine geliebten Brennesseln. Alles Gute für Dich und LG aus Sachsen.

    1. Hallo Elisabeth,

      es freut mich, von deiner Begeisterung zu lesen. Ja, ich findes es auch immer wieder spannend, was alles wächst, wenn man sich zurücklehnt und nur guckt.

      Wir haben dieses Jahr Knautien-Sandbienen im Garten zu Besuch. Eine Rote-Liste-Art. Bin voll im Glückstaumel. 🙂
      LG Grüße
      Sonja

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